Was hinter 3 Millionen Nutzern, dem Intents-Narrativ und 2.400 Dollar täglichen Gebühren steckt
Am 1. April 2026 verschwanden über Nacht rund 2,7 Millionen tägliche Nutzer von der NEAR-Blockchain. Kein Hack, kein Protokollfehler, keine Wartung. Auf den gängigen Blockchain-Dashboards, auf Artemis, auf Token Terminal, fiel die Zahl der täglich aktiven Adressen innerhalb von 24 Stunden von über drei Millionen auf rund 316.000. Dort steht sie seitdem. Stabil, Tag für Tag, ohne Erholung.
Der Vorfall hat weder Schlagzeilen produziert noch eine nennenswerte Reaktion in der NEAR-Community ausgelöst. Der Kurs blieb weitgehend unverändert. Wer die Dashboards nicht täglich prüft, hat ihn vermutlich nicht bemerkt. Und genau das macht ihn für Investoren relevant: Nicht der Einbruch selbst, sondern die Frage, was die drei Millionen Nutzer vorher eigentlich waren.
Dieser Artikel untersucht drei Ebenen des NEAR-Profils, die zusammengenommen ein erheblich anderes Bild ergeben als das, was in den meisten Marktkommentaren zu lesen ist. Erstens die Zusammensetzung der Nutzerbasis und warum sie sich als deutlich weniger substanziell erwiesen hat, als offizielle Statistiken nahelegten. Zweitens die Architektur von NEAR Intents und die Frage, wie viel von der dort generierten Wirtschaftsleistung tatsächlich beim NEAR-Token ankommt. Drittens die Tokenomics-Verschiebung und der neue Buyback-Mechanismus, der seit Februar 2026 aktiv ist, und warum trotz dieser positiven Entwicklung eine erhebliche Diskrepanz zwischen Kurs und Fundamentaldaten bestehen bleibt.
Die Anatomie einer Nutzer-Illusion
Die Zahl drei Millionen tägliche aktive Adressen hat NEAR Protocol über Monate an die Spitze der Layer-1-Blockchains gesetzt, gemessen an dieser Metrik. Sie tauchte in Quartalsberichten auf, in Investoren-Präsentationen, auf Vergleichsportalen. In einem Markt, in dem Nutzerzahlen als Proxy für Netzwerkgesundheit gelten, war sie ein starkes Argument.
Hinter der Zahl stand eine spezifische Kategorie von Anwendungen: Telegram-basierte Mini-Apps mit Airdrop-Mining-Mechaniken. Die größte davon ist HOT Wallet, ein Krypto-Wallet innerhalb von Telegram, das über 30 Millionen registrierte Wallets verzeichnet und laut eigener Angaben mehr als eine Milliarde Transaktionen verarbeitet hat [1]. HOT Wallet ermöglicht es Nutzern, durch regelmäßiges Öffnen der App und Bestätigen eines Claim-Buttons Punkte zu sammeln, die bei einem späteren Token Generation Event in einen echten Token umgewandelt werden sollen. Das TGE für den HOT-Token ist für Ende des zweiten oder Anfang des dritten Quartals 2026 angekündigt [2]. Die Claim-Intervalle liegen bei zwei bis drei Stunden [3]. Jeder dieser Claims erzeugt eine Transaktion auf der NEAR-Blockchain und zählt damit in offiziellen Statistiken als aktiver Nutzer.
Neben HOT Wallet trug Sweat Economy erheblich zur Adressbasis bei. Sweat ist eine Move-to-Earn-Anwendung, die Nutzer für tägliche Schritte mit Token-Punkten belohnt. Laut Messari erreichte Sweat im zweiten Quartal 2024 rund 189.000 tägliche aktive Adressen auf NEAR [4]. Hinzu kamen weitere Telegram-Mini-Apps wie KAIKAINOW und Playember, die nach einem ähnlichen Prinzip funktionieren [4].
Das gemeinsame Muster dieser Anwendungen ist entscheidend: Sie erzeugen hochfrequente, automatisierte Mikrotransaktionen ohne ökonomische Substanz. Kein Kapital wird bewegt, kein Smart Contract in wirtschaftlich relevantem Umfang genutzt, keine Gebühren in einer Größenordnung erzeugt, die das Netzwerk ökonomisch trägt. Die Transaktionen existieren ausschließlich, um Punkte für einen künftigen Airdrop zu sammeln. Es handelt sich, technisch gesprochen, um aktive Adressen. Ökonomisch gesprochen handelt es sich um leere Hüllen.
Ein quantitativer Indikator stützt diese Einordnung: Die Nutzungsintensität auf NEAR lag zuletzt bei 1,4 Transaktionen pro aktiver Adresse. Das ist einer der niedrigsten Werte im gesamten Vergleichsfeld der acht von uns analysierten Layer-1-Blockchains. Bei echten DeFi-Nutzern liegt diese Zahl erfahrungsgemäß deutlich höher, weil Swaps, Liquiditätsbereitstellung und Smart-Contract-Interaktionen mehrere Transaktionen pro Sitzung erzeugen.
Der Einbruch am 1. April passt zeitlich in das Muster einer Änderung bei HOT Wallet. Das TGE steht in den kommenden Monaten an. Vor solchen Ereignissen kommt es regelmäßig zu Anpassungen der Claim-Logik, zu Snapshot-Pausen oder zum Abschluss von Mining-Phasen. HOT Labs hat bisher nicht öffentlich kommuniziert, was genau am 1. April geschehen ist [5]. Der Effekt ist jedoch eindeutig: Der automatisierte Transaktionsstrom, der die NEAR-Statistik über Monate aufgebläht hat, ist schlagartig versiegt.
Die verbleibenden 316.000 täglichen Adressen stellen mit hoher Wahrscheinlichkeit die tatsächliche organische Nutzerbasis dar: DeFi-Nutzer, Intents-Transaktionen, Transfers, Governance-Aktivitäten. Wir haben diese Größenordnung in unserer aktuellen Bewertung bereits als neue Referenz übernommen, anstatt den bisherigen 30-Tage-Durchschnitt fortzuschreiben, der durch die aufgeblähte Vorperiode noch bei rund 1,88 Millionen liegt.
NEAR Intents, die echte Innovation und ihr Monetarisierungsproblem
Jenseits der Nutzerzahlen stützt sich das Investmentargument für NEAR auf eine Technologie, die tatsächlich funktioniert: NEAR Intents. Es handelt sich um eine chain-übergreifende Transaktionsschicht, die es Nutzern und KI-Agenten ermöglicht, ein gewünschtes Ergebnis zu definieren, etwa einen Token-Swap über mehrere Blockchains hinweg, ohne die technischen Zwischenschritte selbst ausführen zu müssen. Ein dezentrales Netzwerk von Solvern konkurriert darum, den günstigsten Ausführungspfad zu finden, und ein Verifier-Smart-Contract auf NEAR bestätigt die Abwicklung [6].
Die Zahlen sind beeindruckend. NEAR Intents hat seit seiner Einführung ein kumulatives Volumen von über 7 Milliarden US-Dollar abgewickelt, mehr als 13 Millionen Swaps durchgeführt und über 125 Assets auf mehr als 25 Blockchains unterstützt [7]. Im dritten Quartal 2025 lag das durchschnittliche tägliche DEX-Volumen, das über NEAR lief, bei rund 76,7 Millionen US-Dollar [6]. Die Technologie ist live, sie wird genutzt, und sie hat reale Integrationspartner, darunter Brave Wallet [8], THORSwap und KyberSwap [9].
Das Problem liegt nicht in der Technologie. Es liegt in der Frage, wie viel von dieser wirtschaftlichen Aktivität beim NEAR-Token ankommt.
NEAR Intents erhebt eine Protokollgebühr von 0,0001 Prozent pro Swap, zuzüglich einer Distributionsgebühr, die von den jeweiligen Integrationspartnern festgelegt wird [10]. Die Verteilung der Einnahmen hängt davon ab, wo die Transaktion initiiert wird. Swaps, die über das NEAR-eigene Frontend near.com laufen, leiten 100 Prozent der Gebühren an eine NEAR-Revenue-Wallet weiter. Swaps, die über Drittanbieter-Kanäle laufen, werden 50/50 zwischen NEAR und dem Partner aufgeteilt [10].
Entscheidend ist der Unterschied zwischen den Brutto-Gebühren, die im gesamten Intents-Ökosystem anfallen, und dem Anteil, der tatsächlich als Revenue bei NEAR Protocol verbleibt. Laut dem offiziellen NEAR Revenue Dashboard ist die Differenz erheblich: Die Total Fees umfassen alle Gebühren, die über NEAR Protocol und NEAR Intents eingenommen werden. Die Revenue dagegen ist der Anteil, den NEAR nach Auszahlungen an Integrationspartner, Solver und dApps behält [10].
Für die Investorenanalyse hat diese Unterscheidung weitreichende Konsequenzen, weil sie direkt beeinflusst, welche Bewertungskennzahlen für NEAR aussagekräftig sind. Die gängigen Datenplattformen Token Terminal und DefiLlama führen bei NEAR die gesamten Brutto-Fees, also Gas Fees plus Intents-Brutto-Fees, unter einem einzigen Wert zusammen [11]. Dieser aggregierte Wert ist es, der in den meisten Bewertungsvergleichen herangezogen wird, etwa für das Verhältnis von Marktkapitalisierung zu Gebühreneinnahmen.
Das verzerrt den Vergleich mit anderen Layer-1-Blockchains erheblich. Bei Ethereum fließen 100 Prozent der Gas Fees ins Netzwerk, aufgeteilt zwischen Base Fee Burn und Priority Fee an Validatoren. Bei Solana gilt dasselbe. Bei Avalanche werden 100 Prozent der Transaction Fees verbrannt. Bei allen diesen Chains ist der aggregierte Fee-Wert gleichzusetzen mit dem Betrag, der innerhalb des Netzwerks verteilt wird. Bei NEAR ist das nicht der Fall. Ein erheblicher Teil der Brutto-Fees verlässt das Netzwerk in Richtung externer Dienstleister [11].
Wir haben diese Verzerrung in unserem Scoring-Modell korrigiert. Für die Bewertung von NEAR verwenden wir nicht den aggregierten Brutto-Fee-Wert, sondern die Daily Revenue, also den Betrag, der nach Abzug aller externen Auszahlungen tatsächlich beim NEAR-Protokoll verbleibt. Dies ist das funktionale Äquivalent zu den Chain Fees bei Ethereum oder Solana: der Betrag, der innerhalb des Netzwerks verteilt wird und dem Token wirtschaftlich zugutekommt. Für alle anderen sieben Layer-1-Blockchains in unserem Vergleichsfeld bleiben wir bei den Chain Fees, weil dort kein vergleichbares Abflussproblem besteht [11].
Die Konsequenz dieser Korrektur ist beträchtlich. Bei rund 2.400 US-Dollar täglichen Chain Fees, dem zweitniedrigsten Wert in unserem Vergleichsfeld nach Polkadot, ergibt sich für NEAR ein Bewertungsprofil, das weit weniger günstig aussieht als es die aggregierten Brutto-Zahlen suggerieren. Die Marktkapitalisierung von rund 1,7 Milliarden US-Dollar steht in einem extremen Missverhältnis zu dieser Gebührenbasis.
Was trotzdem funktioniert, der Fee-Buyback und die Tokenomics-Verschiebung
Zwei Entwicklungen seit Ende 2025 verdienen Beachtung, weil sie die ökonomische Dynamik des NEAR-Tokens strukturell verändert haben.
Am 30. Oktober 2025 wurde die jährliche Inflationsrate von NEAR per Governance-Beschluss von rund 5 Prozent auf 2,5 Prozent halbiert [12]. Das reduziert die jährliche Neuausgabe auf rund 32 Millionen Token. Bei einem Circulating Supply von 1,29 Milliarden Token, von denen 99 Prozent bereits im Markt sind und 45,5 Prozent gestaked, verringert sich der Verwässerungsdruck damit spürbar [12].
Am 23. Februar 2026 wurde der sogenannte Intents Fee Switch aktiviert [13]. Seitdem werden 100 Prozent der NEAR-Revenue, also der Anteil der Intents-Gebühren, der nach Abzug der Partner-Auszahlungen beim Protokoll verbleibt, für den Rückkauf von NEAR-Token am offenen Markt verwendet [12]. Dies ist ein direkter Buyback-Mechanismus: Steigende Handelsaktivität auf Intents erzeugt steigenden Kaufdruck auf den NEAR-Token. Bis dato hat der Mechanismus bereits 2,1 Millionen NEAR-Token zurückgekauft [14].
Die Gas Fees der Basis-Blockchain folgen einem separaten Modell: 70 Prozent der Transaktionsgebühren werden dauerhaft verbrannt, 30 Prozent fließen an den Entwickler des aufgerufenen Smart Contracts [10].
Die Kombination aus halbierter Inflation und aktivem Fee-Buyback hat einen konkreten Bezugspunkt: die Deflationsschwelle. Laut einer Analyse von SVRN, einem an der NASDAQ gelisteten Unternehmen mit direkten NEAR-Beständen, liegt diese Schwelle bei einem täglichen Intents-Volumen von rund 177 Millionen US-Dollar [12]. Ab diesem Punkt würde der Buyback-Druck die laufende Token-Ausgabe übersteigen und NEAR netto deflationär machen. Der 90-Tage-Durchschnitt des täglichen Intents-Volumens lag zuletzt bei rund 77 Millionen US-Dollar [12], also bei weniger als der Hälfte der Schwelle.
Das ist einerseits ein klares Signal, dass NEAR von einem deflationären Status noch weit entfernt ist. Andererseits ist der Mechanismus selbst bemerkenswert: Er schafft eine direkte, messbare Verbindung zwischen Intents-Volumen und Token-Nachfrage, die bei den meisten Layer-1-Blockchains nicht in dieser Form existiert. Die Frage ist nicht, ob der Mechanismus funktioniert, sondern ob das Intents-Volumen schnell genug wächst, um die Schwelle zu erreichen, bevor der Markt das aktuelle Bewertungsniveau neu bewert.
Die Asymmetrie zwischen Kurs und Fundamentaldaten
Die Marktkapitalisierung von NEAR liegt bei rund 1,7 Milliarden US-Dollar. Diese Bewertung entstand in einer Phase, in der NEAR zwei Argumente für sich hatte, die beide angreifbar geworden sind.
Das erste Argument war eine Nutzerbasis in Millionenhöhe. Wie in Teil 1 gezeigt, war diese Basis zu einem erheblichen Teil nicht organisch. Die tatsächliche Nutzungsgröße liegt nach dem Einbruch vom April bei rund 316.000 täglichen Adressen. Die rollierenden 30-Tage-Durchschnitte spiegeln diesen neuen Wert noch nicht vollständig wider, sie werden in den kommenden Wochen mechanisch nachziehen. Das bedeutet, dass sich alle bewertungsrelevanten Kennzahlen, die auf der Adressbasis aufbauen, weiter verschlechtern werden, selbst wenn die Nutzerzahl ab jetzt stabil bleibt.
Das zweite Argument war die Positionierung im KI-Trend über Intents. Wie in Teil 2 gezeigt, ist die Technologie real und das Volumen beachtlich. Aber die ökonomische Brücke zwischen Intents-Aktivität und Token-Wert ist dünner, als es die aggregierten Fee-Zahlen suggerieren. Tägliche Chain Fees von 2.400 US-Dollar bei einer Marktkapitalisierung von 1,7 Milliarden US-Dollar ergeben ein Verhältnis, das im Vergleichsfeld der acht von uns analysierten Layer-1-Blockchains unter den am stärksten gespannten gehört.
In unserem aktuellen Scoring spiegelt sich das wider. Der GOTARIS Gesamtscore für NEAR liegt bei 31 von 100 Punkten, Kategorie Schwach. Der Rückgang um 13 Punkte gegenüber der Vorperiode ist der schärfste, den wir bisher bei einem Layer-1-Projekt gemessen haben. Alle fünf Wachstumsmetriken liegen im negativen Bereich, keine erreicht neutral. Der Wachstumsscore ist von 46 auf 16 Punkte eingebrochen. Der Aktivitätsscore von 48 auf 16 Punkte. Die Bewertungsdimension ist von 43 auf 37 Punkte gefallen. Die wirtschaftliche Substanz liegt bei 28 Punkten und damit unter den Aufnahmevoraussetzungen für das GOTARIS Musterportfolio.
Die einzige Dimension, die sich verbessert hat, ist die Entwicklerarbeit: 61 Punkte, Rang 3 im Vergleichsfeld. Neue Versionen erscheinen häufiger, die Commit-Aktivität legt zu. Das Produkt wird weitergebaut. Der Vorbehalt: Das Entwicklerteam ist mit rund zehn aktiven Entwicklern pro Woche das zweitkleinste im Vergleichsfeld und zeigt einen leichten Rückgang.
Phasen, in denen sich Fundamentaldaten verändern und der Kurs diese Veränderung noch nicht vollständig nachvollzogen hat, sind in Kryptomärkten nicht ungewöhnlich. Welche Richtung die Annäherung nimmt, lässt sich nicht vorhersagen, die Fundamentaldaten können sich erholen oder der Kurs kann den Fundamentaldaten nachfolgen. Beobachtbar ist aber, dass die Distanz bei NEAR derzeit größer ist als bei allen anderen Netzwerken in unserem Vergleichsfeld.
Einordnung und Ausblick
NEAR Protocol befindet sich in einem bemerkenswerten Widerspruch. Die Infrastruktur ist technologisch fortgeschritten. Intents hat eine funktionierende cross-chain Transaktionsschicht etabliert, die in 25 Blockchains integriert ist und Milliarden an Volumen abwickelt. Die Tokenomics wurden in eine deflationärere Richtung verschoben. Institutionelle Zugangswege existieren über ETP, ETF-Filing und eine NASDAQ-gelistete Treasury-Gesellschaft [12]. Das alles sind keine Projekte auf dem Papier, sondern live, messbar und verifizierbar.
Gleichzeitig ist die ökonomische Basis, auf der der NEAR-Token bewertet wird, erschreckend dünn. Tägliche Chain Fees von 2.400 US-Dollar. Eine Nutzerbasis, die sich als um den Faktor acht bis neun aufgebläht erwiesen hat. Eine Intents-Monetarisierung, deren Brutto-Zahlen die meisten Datenplattformen falsch klassifizieren und bei der der tatsächliche Protocol Revenue nur einen Bruchteil der offiziell geführten Gebühren ausmacht.
Für die kommenden Bewertungsperioden wird entscheidend sein, ob zwei Entwicklungen eintreten. Erstens, ob die Nutzerbasis bei 316.000 Adressen einen stabilen Boden findet oder ob auch diese Zahl weiter erodiert. Zweitens, ob das tägliche Intents-Volumen sich in Richtung der Deflationsschwelle von 177 Millionen US-Dollar bewegen kann, was eine spürbare Verbesserung der ökonomischen Grundlage bedeuten würde.
Im GOTARIS Musterportfolio ist NEAR nicht enthalten und kann nach aktueller Datenlage auch nicht aufgenommen werden. Der Gesamtscore und der Teilscore für wirtschaftliche Substanz liegen beide deutlich unter den Aufnahmevoraussetzungen. Die nächste Bewertung erfolgt am 27. April 2026.
NEAR ist ein Projekt, bei dem die Distanz zwischen öffentlicher Wahrnehmung und fundamentaler Messung besonders groß ist, und damit ein Beispiel, an dem sich zeigt, warum systematische Bewertung einen Unterschied machen kann.
Quellen
[1] MEXC Blog, "HOT Protocol Airdrop 2026: How To Participate, Eligibility & TGE Details", abgerufen am 16. April 2026. (blog.mexc.com)
[2] CoinGabbar, "Hot Wallet Airdrop Farming Continues: Is Q3 2026 the Hot Protocol Listing Date?", 15. März 2026. (coingabbar.com)
[3] CoinGabbar, "Hot Protocol Listing Date And Airdrop Farming Update 2026", März 2026. (coingabbar.com)
[4] Messari, "State of NEAR Q3 2025", November 2025. (messari.io)
[5] Eigene Datenanalyse GOTARIS auf Basis von Artemis und Token Terminal, verifiziert am 2. April 2026.
[6] Messari, "State of NEAR Q3 2025", November 2025. Beschreibung der Intents-Architektur und DEX-Volumendaten. (messari.io)
[7] Crowdfund Insider, "NEAR Protocol Advancements Examined In Report From Blockchain Analytics Provider Nansen", März 2026. (crowdfundinsider.com)
[8] Messari, "NEAR Protocol", abgerufen am 16. April 2026. Brave Wallet Integration über NEAR Intents, Browser-Version v1.88, 12. März 2026. (messari.io)
[9] ainvest.com, "NEAR Protocol's 2026 Roadmap: Redefining Layer 1 Value Capture Through AI-Intents and Scalable Infrastructure", Januar 2026. (ainvest.com)
[10] NEAR Revenue Dashboard, "Frequently Asked Questions", abgerufen am 16. April 2026. Offizielle Dokumentation der Fee-Split-Mechanik und Revenue-Definition. (revenue.near.org)
[11] Eigene Analyse GOTARIS. Vergleich der Fee-Klassifizierung bei Token Terminal und DefiLlama mit der offiziellen Revenue-Definition des NEAR Revenue Dashboards. Die Diskrepanz wurde im Rahmen des GOTARIS Valuation Score Workflows identifiziert und methodisch korrigiert.
[12] SVRN (OceanPal, NASDAQ: SVRN), "The NEAR Protocol Bottom-Up Investment Case", April 2026. Enthält detaillierte Analyse der Tokenomics, der Inflationsreduktion, des Fee-Buyback-Mechanismus und der Deflationsschwelle. (svrn.net)
[13] BanklessTimes, "NEAR Protocol Price Tests Macro Support Amid Tokenomics Shift", 24. Februar 2026. Dokumentation der Aktivierung des Intents Fee Switch am 23. Februar 2026. (banklesstimes.com)
[14] BanklessTimes, "Near Protocol Price Could Hit $7-10 Within 12 Months: Analyst", 15. April 2026. Enthält Angabe zu 2,1 Mio. NEAR in Buybacks und Burns. (banklesstimes.com)


